Basteln, Bauen & Bemalen: Magnetische Systemkarte für Star Wars: Rebellion im Eigenbau

Wer Star Wars: Rebellion auf Seiten der Imperialen gespielt hat, weiß um die Frickelei mit dem Suchdroidendeck, insbesondere mit den Karten, die sich im Laufe der Partie im Spielbereich der Imperialen anhäufen. Das ständige Durchforsten der Systeme, die man bereits abgeklappert hat, kann sich ziemlich zermürbend und zeitfressend für beide Seiten gestalten. Deshalb hat ein findiger User auf boardgamegeek.com eine schematische Darstellung der Systeme im PDF-Format gebastelt, auf der man diese Systeme abhaken kann. Wenn man Tablet oder PC in Griffweite hat.

Klassische Naturen wie ich möchten sich natürlich kein Tablet neben das Spielfeld stellen, sondern diese Karte auch in analoger Form nutzen (und immer dabei haben können. Also habe ich ein wenig eingekauft, das Skalpell geschwungen und aus dieser digitalen Karte eine Spielhilfe mit Magneten gezimmert.

Let’s go to the mall

Das Rohmaterial

Der erste Schritt besteht natürlich in der Besorgung der Materialien. Ihr braucht:

  • Die oben verlinkte Karte. Ein boardgamegeek.com-Account ist für den Download erforderlich.
  • Klebeetikett in einem zu eurem Drucker passenden Papierformat (z.B. DIN A4 oder A5). Wenn ihr kein Klebeetikett habt, könnt ihr auch normales Papier versuchen. Ob es sich vernünftig auf die folgende Komponente kleben lässt, kann ich nicht beurteilen.
  • (Selbtklebende) Eisenfolie (Ferrofolie), mindestens A5-Format.
  • 32 kleine Magnete, optimalerweise solche, die sich gut greifen lassen. Ich habe mich für die Würfelform mit einer Kantenlänge von 5 mm entschieden. Das passt gut zu einem A5-Ausdruck der Karte
  • Optional: Dicker Karton, z.B. Bristol-Karton (etwa 1 mm stark) aus dem Bastel/Bürobedarfshandel.

Hinweis: Da ich noch Bristol-Karton herumliegen hatte, habe ich mich für 0,4 mm dünne Eisenfolie entschieden, die dann von dem Karton stabilisiert wird. Möglicherweise ist eine Eisenfolie mit einer Stärke von mindestens 1mm aber bereits ausreichend und spart euch die Kosten für dicken Karton. Bristol-Karton + Eisenfolie ist auf jeden Fall eine sehr stabile Angelegenheit, die aufgrund ihres Gewichts auch gut in der Hand liegt.

Meine Teile habe ich bei Amazon, ebay und im lokalen Staples erstanden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 10 Euro pro Karte, wenn ihr nicht gerade den großen Bogen Pappe und den 100er-Pack Magnete nehmt.

Unters Messer

Die Magnete halten bombenfest

Wenn sich alle Komponenten bei euch eingefunden haben gilt es, die Karte auszudrucken. Die Größe des Ausdrucks sollte sich zwischen DIN A4 und A5 bewegen. A5 ist für mich – angesichts der Ausmaße des Spiels – ein guter Kompromiss aus Lesbarkeit und Platzbedarf.

Nun müsst ihr nur noch die verschiedenen Schichten aus gedruckter Karte, Eisenfolie (und Karton) zusammenkleben und die überschüssigen Ränder abschneiden.
Damit die Karte an den Rändern nicht so schnell abnutzt, solltet ihr die Kanten der Karte vorsichtig schräg über eine runde Kante (z.B. eine Tischkante) ziehen, um den Kanten der Karte „die Schärfe zu nehmen“. Die Königsdisziplin wäre, die Ecken abzurunden; aber insbesondere mit dickem Karton als Basis kann das recht aufwendig und fehleranfällig werden.

Das war’s auch schon. Jetzt könnt ihr die Magnete auf der Karte manövrieren, wie es sich für einen anständigen Feldherrn gehört. Mit einem klappbaren Umschlag könnt ihr stets einen Blick auf die Karte werfen und zugleich dem Rebellenabschaum den Blick auf eure Erkenntnisse verwehren. Ebenso gut könnt ihr die Karte auch einfach umdrehen, auf den Tisch legen und bei Bedarf anschauen. Die Würfel halten bei meinem Exemplar sehr stabil und verrutschen beim Umdrehen nicht.

Ich hab ’nen Ständer

Die Magnete passen genau zu den Quadraten

Wenn ihr eure Karte immer im Blick haben wollt, könnt ihr noch einen Schritt weiter gehen und Standfüsse für die Karte basteln, sodass die Karte leicht angewinkelt steht und ein bequemes Handling der Magnete erlaubt. Da mir der Aufwand dafür zu groß ist, habe ich das jedoch gelassen. 😉

Alternativ könntet ihr auch nach einem Handy/Tablet-Ständer Ausschau halten, der die Karte vernünftig hält, müsst dafür aber ggfs. noch ein bisschen Geld ausgeben.

 

Pierre

Brettspieler, zelotischer Miniaturenbemaler und Gelegenheitsübersetzer.
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