Vorgestellt – Assel Schlamassel

In diesem Spiel wird fleißig auf den Tisch geklopft und in die Hände geklatscht. Fünf verschiedene Tiersorten warten darauf von den Spielern in der richtigen Anzahl und der richtigen Tiersorte benannt zu werden.

Assel Schlamassel wurde uns freundlicherweise von Drei Magier Spiele kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

Aufbau

Zuallererst entscheiden die Spieler welche Tiersorte aus dem Spiel genommen wird. Diese wird dann zusammen mit ihrer Reihenfolgen-Karte zurück in die Spielschachtel gelegt. Danach werden die verbleibenden Reihenfolgen-Karten in beliebiger Reihenfolge rechts neben die Spielschachtel gelegt. Alle verbleibenden Spielkarten werden gemischt. Jeder Spieler erhält davon verdeckt drei Karten und legt diese vor sich hin. Diese Karten dürfen nicht angesehen werden. Aus den restlichen Karten wird, je nach Spieleranzahl, ein verdeckter Nachzugstapel gebildet. Wie viele Karten dieser Nachzugstapel enthält, ist in der Anleitung beschrieben. Die restlichen Karten werden zurück in die Spielschachtel gelegt.

Bitte Klopfen und Klatschen Sie, Herr Dompteur

Der jüngste Spieler ist der Dompteur und beginnt das Spiel. Als Dompteur nimmt ein Spieler die oberste Karte vom Nachzugstapel und schaut sie sich an. Dann muss er mit Hilfe von auf den Tisch klopfen und in die Hände klatschen die Art und Anzahl der Tiere an die anderen Spieler weitergeben.

Mit der flachen Hand klopft der Dompteur so oft auf auf den Tisch wie es dem Platz der Reihenfolge-Karte entspricht. Die Reihenfolge-Karte, die direkt neben der Spielschachtel liegt, liegt an Position eins, die Karte rechts daneben an Position zwei usw. Dementsprechend klopft er ein bis maximal vier mal auf den Tisch.

Die Anzahl der Tiere wird durch in die Hände klatschen bestimmt. Auf den Tierkarten gibt es Werte von eins bis fünf und dementsprechend klatscht der Dompteur ein bis maximal fünf mal in die Hände.

Der Dompteur muss die Anzahl und Tierart immer korrekt angeben, aber da er nicht möchte, dass die anderen Spieler erraten um welche Tierart und wie viele Tiere es sich handelt, darf er Klatschen und Klopfen beliebig mischen.

Nachdem der Dompteur fertig ist, dürfen die Spieler sofort das Ergebnis rufen. Nennt ein Spieler die richtige Karte, so zeigt der Dompteur sie allen Spielern und der Spieler legt sie dann verdeckt auf seinen Kartenstapel. Nennt der Spieler allerdings eine falsche Karte, so muss er pro falscher Kartennennung seine oberste Karte an den Dompteur weitergeben und dieser legt sie dann auf seinen Kartenstapel. Hat ein Spieler keine Karte mehr vor sich ausliegen, so darf er pro Zug eines Dompteurs nur einmal raten. Sollte kein Spieler die richtige Karte erraten haben und es möchte auch niemand mehr raten, so zeigt der Dompteur die Karten allen Spielern und legt sie dann auf seinen Stapel. Macht der Dompteur beim Klatschen und Klopfen einen Fehler, so muss er die Karten allen zeigen und legt diese dann, zusammen mit einer Karte von seinem Stapel, unter den Nachzugstapel.

Im Uhrzeigersinn wird dann der nächste Spieler Dompteur. War jeder Spieler einmal Dompteur so werden die Reihenfolgen-Karten gemischt und neu ausgelegt. Ist der Nachzugstapel leer, so ist das Spiel vorbei und der Spieler mit den meisten Karten gewinnt. Sollte es zu Gleichstand kommen, so werden die Punkte auf den Karten zusamengezählt und der Spieler mit dem höchsten Punktwert gewinnt.

Sollte das Spiel zu leicht oder zu schwer erscheinen, so bietet die Anleitung noch weitere Varianten an. Diese beschränken sich aber nur darauf, dass man eine weitere Tiersorte entfernt um das Spiel leichter zu machen, die fehlende Tiersorte hinzu nimmt um das Spiel schwerer zu machen oder die Reihenfolge-Karten einfach nicht mischt, nachdem jeder Spieler einmal Dompteur war.

 

Peer meint:

Was sich nach einer lustigen Idee anhört, entpuppt sich recht schnell als eintönig. Jeder Zug ist immer gleich, nur das Klatschen und Klopfen ändert sich. Auch die angebotenen Varianten mit mehr oder weniger Karten sorgen nicht für Langzeitmotivation. Zudem erschließt sich mir nicht ganz warum man die Spielschachtel vor die Reihenfolge-Karten legen soll, da diese dann eher im Weg ist und, je nachdem wie man sitzt, den Blick auf die erste Reihenfolge-Karte versperren kann. Auch wird der Dompteur von sich aus nicht unbedingt zugeben, dass er falsch geklatscht oder geklopft hat und ihm dies nachzuweisen ist fast unmöglich, außer man filmt dabei.

Dafür sind die Karten jedoch wieder gewohnt schön gestaltet, die Regeln sind leicht verständlich und eine Partie lässt sich in einer Viertelstunde spielen. Das Spiel lässt sich zudem gut mitnehmen, da die Spielschachtel entsprechend klein ist. Für Kinder ist Assel Schlamassel auf jedenfall besser geeignet als für Erwachsene, denn sie können sich hier richtig schön austoben und dabei auch noch ein bisschen Mathe üben.

 

Pierre meint:

Das Artwork ist schick und die Qualität der Karten stimmt. Spielerisch muss sich Assel Schlamassel aber den anderen Spielen aus der Riege der Krabbeltier-Spiele vom gleichen Verlag geschlagen geben.

Die Grundidee ist witzig und eignet sich ob der einfachen Regeln und kurzen Spielzeit für eine schnelle Runde zwischendurch. Aber die Asseln stellen sich mit dem, was das Spiel unterhaltsam und abwechslungsreich machen soll, selbst ein Bein. Um das Erraten der Klopf- und Klatschfolge zu erschweren muss man sich ein schwieriges Muster ausdenken und das auch noch fehlerfrei aufs Parkett bringen. Weil jeder Spieler erst einmal grübelnd dasitzt, gerät der Spielfluss wiederholt ins stocken. Insbesondere dann, wenn es um eine hohe Anzahl Schädlinge in einer der oberen Positionen geht. Ob man die erdachte Folge auch wirklich richtig gemacht hat, ist dann gern mal Gegenstand kleinerer Diskussionen.

Zwar gibt es durchaus schadenfrohes Gelächter am Spieltisch, was jedem Partyspiel gut zu Gesicht steht – wenn Krabbeltiere auf den Tisch sollen, würde ich aber Tarantel-Tango oder Kakerlakenpoker Royal bevorzugen.

 

Auf einen Blick

SpieldesignMartin Kallenborn, Jochen Scherer
IllustrationenRolf Vogt
Erschienen beiDevir, Drei Magier Spiele, Nordic Games GmbH, Swan Panasia Co., Ltd.
Erscheinungsjahr2014
Spieleranzahl36
Spieldauerca. 15 Minuten
Empfohlenes Alterab 8 Jahren
MechanismenPattern Recognition
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.

Peer

Blogger, Lektor & Übersetzer. Leidenschaftlicher Spieler von Gesellschaftsspielen. Gründer von erklaerpeer.de.
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