Vorgestellt – Guilds of Cadwallon

Der Handel blüht in Cadwallon, der Stadt der Diebe. Doch wo Reichtum herrscht, sind Neider und Gier nicht fern und so kämpfen die Gilden der Stadt im Verborgenen um Macht, Einfluss und Kontrolle.

Das Spiel wurde uns freundlicherweise von Cool Mini Or Not kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

Spielaufbau

Als erstes wird das Distrikt-Deck vorbereitet. Dazu werden die Contract Cards, die Condition Cards und die First Player Card zur Seite gelegt. Dann werden zufällig 6 Aktionskarten ausgewählt und zurück in die Spielschachtel gelegt. Die restlichen Karten werden gemischt und stellen das Distrikt-Deck dar.

Agenten und Capture Tokens

Jeder Spieler erhält die Agenten seiner Farbe und die entsprechenden Capture Tokens. Der jüngste Spieler wird Startspieler und erhält die Startspieler Karte.

Wird mit Condition Cards (blaues Fragezeichen oben links) gespielt, so werden diese nun gemischt und eine davon offen ausgelegt. Diese bleibt die gesamte Partie über im Spiel und ändert die Regeln leicht ab.

Wird mit Contract Cards gespielt, so werden diese nun gemischt und eine verdeckt an jeden Spieler verteilt. Kann ein Spieler den geheimen Contract erfüllen, so erhält er am Ende des Spiels Bonuspunkte.

Der Kampf um die Kontrolle

Condition und Contract Card

Jede Runde in Guilds of Cadwallon ist in drei Phasen unterteilt: Aufdeckphase, Ausführungsphase, Kontrollphase.

In der Aufdeckphase deckt der Startspieler so lange Karten (Distrikte) vom Distrikt-Deck auf bis das Spielfeld wieder aus neun Karten besteht. Sollte es sich um die erste Runde handeln, so werden neun Karten aufgedeckt und als 3 x 3 Spielfeld bereitgelegt. Zwischen den Karten sollte so viel Platz sein, dass die Spielfiguren zwischen ihnen platziert werden können. Der Platz zwischen den Karten wird als Boulevard bezeichnet.

Während der Ausführungsphase muss ein Spieler jeweils einen Agenten auf ein Boulevard setzen und kann eine Aktionskarte spielen, dann ist der nächste Spieler dran. Dies wird solange gemacht bis entweder alle Boulevards besetzt sind oder die Spieler keine Agenten mehr haben, die sie setzen können.

In der Kontrollphase wird ermittelt wer die Kontrolle über die jeweiligen Distrikte erhält. Dazu wird überprüft wer die meiste Unterstützung neben dem jeweiligen Distrikt hat. Der Spieler mit der meisten Unterstützung legt dann seinen Capture Token auf das Distrikt, bei Gleichstand wird kein Token gelegt.

Tic Tac Toe

Der Unterstützungswerts für ein Distrikt ergibt sich aus der Summe der aufgedruckten Zahlen auf den Distrikten, die mittels einer eigenen Figur mit dem fraglichen Distrikt unmittelbar verbunden sind. Manche Distrikte besitzen keine Zahlen und werden somit nicht in den Unterstützungswert einberechnet.

Anschließend erhält jeder Spieler die Distrikte über die er die Kontrolle hat. Handelt es sich bei dem Distrikt um eine Aktionskarte, so wird diese verdecckt aufgenommen. Alle anderen Karten können offen vor den Spielern abgelegt werden.

Danach wechselt der Startspieler im Uhrzeigersinn und es wird wieder mit der Aufdeckphase begonnen. Es wird solange gespielt, bis in der Aufdeckphase nicht mehr genug Karten vorhanden sind um das Spielfeld wieder auf neun Distrikte aufzufüllen.

Die einflussreichste Gilde. . .

. . . ist die Gilde, die am Ende die meisten Gildenpunkte gesammelt hat. Gildenpunkte sind die goldenen Münzen, die oben rechts auf den Karten abgebildet sind. Jede schwarze Münze bedeutet allerdings einen Punkt abzug. Sollte mit Contract Cards gespielt worden sein, so fliessen diese mit in die Wertung ein. Ebenso müssen die durch die Condition Card geänderten Bediengungen beachtet werden.

Guilds of Cadwallon

Guilds of Cadwallon kommt in einer handlichen Größe daher und benötigt nicht viel Platz. Die Anleitung ist entsprechend recht kurz, aber übersichtlich gestaltet. Das Spiel ist komplett in englischer Sprache gehalten, viel Text findet sich aber nur in der Anleitung. Da das Spiel bereits 2013 erschienen ist gehe ich nicht davon aus, dass es noch eine deutsche Version geben wird und ehrlich gesagt ist dies auch nicht so schlimm.

Das Spiel selbst lässt sich relativ leicht erlernen und spielt sich flott. Man könnte es als eine moderne Variante von Tic Tac Toe bezeichnen, da es eigentlich nur darum geht seine Agenten möglichst geschickt zu platzieren und dadurch die Distrike einzunehmen. Aktionskarten fügen dem Ganzen noch eine weitere Ebene hinzu. Da es von ihnen jedoch nicht so viele gibt, kommen sie nicht wirklich oft zum Einsatz. Größeren Einfluss haben dagegen die Condition Cards, da sie das ganze Spiel über aktiv sind und Regeln leicht verändern. Wer noch ein geheimes Ziel hinzufügen möchte, der nutzt außerdem die Contract Cards.

 

Peer meint:

Guilds of Cadwallon ist ein sehr schön illustriertes Spiel, das aber leider mehr verspricht als es hält. Das Spiel könnte aus einem reichhaltigen Universum schöpfen, aber macht davon leider keinen Gebrauch. Ein paar Sätze im Regelwerk um die Spieler in Stimmung zu bringen, mehr aber auch nicht. Was dann auf den Karten abgebildet ist, hätte aber auch zu irgendeiner namenlosen Stadt gehören können.

Das Spielmaterial selbst geht in Ordnung, auch wenn die Karten ruhig etwas dicker hätten sein können. Wahrscheinlich wollte man aber unbedingt die Verpackung klein halten, um es so entsprechend anpreisen zu können. Statt einer Startspieler Karte, hätte man aber lieber einen schönen Marker beilegen sollen.

Wie oben bereits geschrieben ist Guilds of Cadwallon eine etwas modernere Tic Tac Toe Variante. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein Spiel für zwischendurch ohne viel Tiefgang.

 

Auf einen Blick

SpieldesignGaëtan Beaujannot, Charles Chevallier
Erschienen beiCMON Limited
Erscheinungsjahr2013
Spieleranzahl24
Spieldauerca. 30 Minuten
Empfohlenes Alterab 10 Jahren
MechanismenGebietseroberung, Sets sammeln, Legen
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.

Peer

Blogger, Lektor & Übersetzer. Leidenschaftlicher Spieler von Gesellschaftsspielen. Gründer von erklaerpeer.de.
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