Vorgestellt – Life is Life

Im Kartenspiel „Life is Life“ von Lorenz Kutschke sind wir in Seenot geraten und müssen strampeln, schwimmen und uns an allem festklammern, was uns das Leben retten könnte. Denn wer kein Leben mehr übrig hat, scheidet aus dem Spiel aus und nur der letzte Überlebende gewinnt.

Life is Life wurde uns freundlicherweise vom Nürnberger-Spielkarten-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

Übersicht

Life is Life kommt in der vom Verlag gewohnt kleinen Spielschachtel daher, die 90 Karten und ein Faltblatt mit den Regeln enthält. Die Regeln sind schnell erklärt und nicht sonderlich kompliziert. Das Spiel selbst verbindet das u.a. vom klassischen Kartenspiel „Schwimmen“ bekannte Prinzip mit den Leben mit dem ebenfalls bekannten Sammeln von Sets.

Jeder Spieler beginnt das Spiel mit fünf Leben (Karten mit Lebensretter-Seemöve) und versucht durch das Tauschen von Karten am Ende eines Durchgangs die meisten Punkte durch Mehrheiten in den Tiersorten zu erzielen.

Köpfchen aus dem Wasser

Die Spieler beginnen jeden Durchgang mit 10 Handkarten und 10 Karten in einer allgemeinen Auslage, die auf vier Reihen aufgeteilt sind (eine Karte in der ersten Reihe, zwei Karten in der zweiten Reihe, usw.). Wenn ein Spieler an der Reihe ist, kann er entweder Karten tauschen oder durch „Klopfen“ das Rundenende einläuten.

Werden Karten getauscht, müssen immer so viele Karten gegeneinander getauscht werden, wie in der jeweiligen Reihe der Auslage liegen. So geht es dann reihum, bis einer der Spieler klopft und jeder andere Spieler nochmal die Möglichkeit hat, Karten zu tauschen oder ebenfalls zu klopfen.

Am Ende eines Durchgangs überprüfen die Spieler, wer die Mehrheit in einer Tiersorte hat und somit den Wert dieser Tiersorte als Punktzahl erhält. Der Clou dabei ist, dass der auf der Karte angegebene Wert nicht nur für die Punktzahl steht, sondern ebenfalls angibt wie oft diese Karte im Spiel vorkommt. Dadurch und durch das Beobachten der anderen Spieler kann man sich in etwa ausrechnen, ob man bereits genug Mehrheiten hat oder lieber doch noch eine Runde spielen sollte.

Sind die Gesamtpunktzahlen berechnet, muss der Spieler mit der niedrigsten Punktzahl zwei Leben abgeben, während alle anderen Spieler (außer dem Gewinner) jeweils ein Leben abgeben. Verliert ein Spieler alle Leben, scheidet er aus dem Spiel aus. Ist nur noch ein Spieler mit mindestens einem Leben übrig, gewinnt er das Spiel.

Ein Durchgang kann allerdings auch durch den sog. „Sudden Death“ (den plötzlichen Tod) enden. Dieser tritt ein, wenn ein Spieler entweder alle vier Katzen, alle fünf Hasen oder alle fünf Schweine auf der Hand hat. Der Spieler sagt dies dann einfach an und zeigt allen Spielern seine Karten. Der Durchgang endet in diesem Fall sofort und jeder andere Spieler verliert automatisch ein Leben.

Peer meint

Life is Life ist schnell erklärt und nicht sonderlich kompliziert. Es verbindet altbekanntes mit niedlichen Illustrationen und reiht sich nahtlos in das Programm des Nürnberger-Spielkarten-Verlags ein.

Allerdings bläht es das vom klassischen Kartenspiel Schwimmen bekannte Spielprinzip mit den Leben unnötig auf, indem es noch die Komponente des Sammelns von Sets hinzufügt und einen höheren Verwaltungsaufwand schafft. Allein der Aufbau und das Auswerten der Karten dauert viel zu lange für ein kleines Kartenspiel.

Das gleiche bzw. ein ähnliches Spielgefühl kann ich ganz einfach mit einem Skatblatt schaffen und habe dann auch noch ein weitaus schnelleres Spiel, wohingegen aus Life is Life schnell die Luft raus ist.

Auf einen Blick

SpieldesignLorenz Kutschke
IllustrationenOliver Freudenreich
Erschienen beiNürnberger-Spielkarten-Verlag, White Goblin Games
Erscheinungsjahr2016
Spieleranzahl35
Spieldauerca. 30 Minuten
Empfohlenes Alterab 8 Jahren
MechanismenKarten ausspielen, Merken, Mitspieler ausschalten, Sets sammeln
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.
Peer

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Blogger, Lektor & Übersetzer. Leidenschaftlicher Spieler von Gesellschaftsspielen. Gründer von erklaerpeer.de.
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