Vorgestellt – Pleasant Dreams

Pleasant Dreams ist ein über Kickstarter finanziertes Kartenspiel und entführt die Spieler in eine Welt voller Träume und Albträume. Ziel ist es alle Traumfetzen zu überstehen und nicht aufzuwachen, denn wer aufwacht verliert.

Es ist bisher nur in englischer Sprache erhältlich, im Bereich Spielmaterial könnt ihr euch jedoch die deutsche Anleitung herunterladen. Die Übersetzung der englischen Kartennamen ist in der deutschen Anleitung enthalten.

Aufbau

Jeder Spieler erhält eine beidseitig bedruckte Schlaflosigkeitskarte und entscheidet sich entweder für die Seite mit dem Jungen oder dem Mädchen. Diese Auswahl hat keinerlei Auswirkungen auf den Spielablauf. Beide Spieler erhalten außerdem die Spielerkarten Barriere und Vorahnung. Sollte mit der Klartraum-Erweiterung gespielt werden, so werden alle Spielerkarten gemischt und jedem Spieler zufällig zwei Spielerkarten zugewiesen. Beide Spieler legen ihre Plastikglasperle auf die Zahl 1.

Anschließend wird noch der Traumstapel gemischt und zwischen beide Spieler gelegt.

Von Träumen verfolgt

Zu Beginn seines Zuges muss sich ein Spieler überlegen wie viele Traumfetzen er erforschen möchte. Man muss mindestens einen und kann maximal fünf Traumfetzen erforschen. Die Traumfetzen werden von rechts nach links neben den Traumstapel gelegt und dann von links nach rechts ausgeführt.

Jeder Traumfetzen hat oben in der Mitte einen Wert, der entweder positiv oder negativ ist. Diese Werte werden auf der Schlaflosigkeitskarte ausgeführt und verändern den aktuellen Wert entweder nach oben oder unten. Bei einem positiven Wert wird der Schlaf des Spielers unruhiger und er droht aufzuwachen, bei einer negativen Zahl wird der Schlaf ruhiger und tiefer. Die Schlaflosigkeit kann nie unter den Wert 0 sinken. Zusätzlich hat jeder Traumfetzen oben rechts ein Symbol, entweder eine -1 mit einem Wenden-Symbol, ein Kreuz oder ein Gleichheitszeichen.

Zeigt die Karte die -1 mit dem Wenden-Symbol, so kann der Spieler sich entscheiden sie auszuführen und dann entweder abzuwerfen oder umzudrehen und dann an einer geheimem Stelle (der andere Spieler darf nicht sehen wo) zurück in den Taumstapel zu stecken. Entscheidet man sich für die zweite Möglichkeit, dann verringert sich die Schlaflosigkeit zusätzlich um -1.

Karten mit dem Kreuz werden nach der Ausführung abgeworfen, ebenso Karten mit dem Gleichheitszeichen. Das Gleichheitszeiten besagt, dass beide Seiten der Karte gleich sind.

Nachdem ein Spieler alle seine Traumfetzen erforscht hat, ist der andere Spieler an der Reihe und geht auf die Gleiche Weise vor. Erreicht jemand den Wert fünf auf seiner Schlaflosigkeitskarte, so wacht er schreiend aus einem Albtraum auf und hat das Spiel verloren. Ist der Traumstapel leer, so gewinnt der Spieler, der am tiefsten schläft.

Traum oder Albtraum

Was einem bei Pleasant Dreams gleich ins Auge fällt sind die wunderschönen Illustrationen der Karten und der Verpackung. Auch, dass hier kein Standardkartenformat gewählt wurde, sondern das Tarotkartenformat, unterstreicht das Besondere dieses Spiels und zeigt, dass sich Aerjen Tamminga viele Gedanken gemacht und viel Mühe gegeben hat.

Pleasant Dreams kann alleine und zu zweit gespielt werden und eignet sich besonders für Wenigspieler, Solospieler und Personen, die gerade keine größere Gruppe zum Spielen haben oder einfach keine Lust auf ein langes und komplexes Spiel haben. Dies unterstreicht auch die kurze Spielzeit von nur 5 bis 10 Minuten. Wem das Spiel jedoch zu einfach ist, der kann ganz einfach den Schwierigkeitsgrad anpassen indem er den Startwert nach oben setzt und so näher an einem Albtraum beginnt.

Das Spiel zu erlernen dauert leider länger als es zu spielen, da die Anleitung sehr umständlich geschrieben ist und das Spiel in zwei Teile unterteilt wurde, Grundspiel und Klartraum-Erweiterung. Genauso verhält es sich auch mit der Anleitung, erst gibt es die Regeln und Erklärungen für das Grundspiel und dann erst für die Klartraum-Erweiterung. Es hätte mehr Sinn ergeben beides zu einem Spiel zusammenzufügen, denn sobald man die Regeln verstanden hat, sollte man eh nicht mehr ohne Klartraum-Erweiterung spielen. Sie verleiht dem Spiel etwas mehr Abwechslung und macht es runder.

 

Peer meint:

Pleasant Dreams ist ein wunderschön gestaltetes Kartenspiel, es ist zudem nicht sehr komplex und lässt sich in nur wenigen Minuten spielen. Der Schwierigkeitsgrad ist anpassbar und stellt die Spieler bei einem höherem Schlaflosigkeitsstartwert vor eine Herausforderung. Für alle, die ein kleines Spiel für zwischendurch suchen oder gerne auch mal alleine spielen ist Pleasant Dreams sehr zu empfehlen. Ein bisschen Geduld beim Lesen der Anleitung sollte man allerdings mitbringen.

 

Isabel meint:

Ich finde das Spiel ist schnell zu verstehen, die Karten sind künstlerisch anspruchsvoll und eine Partie dauert nicht lang. Es ist gut geignet für ungeduldige Menschen und man kann es gut nebenbei spielen.

 

 

Auf einen Blick

SpieldesignAerjen Tamminga
IllustrationenWayne Dorrington
Erschienen beiAerjen Games
Erscheinungsjahr2015
Spieleranzahl12
Spieldauerca. 10 Minuten
Empfohlenes Alterab 13 Jahren
MechanismenPush Your Luck
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.

Peer

Blogger, Lektor & Übersetzer. Leidenschaftlicher Spieler von Gesellschaftsspielen. Gründer von erklaerpeer.de.
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