Vorgestellt – Royals

Überblick

Europa Mitte des 17. Jahrhunderts: Zwei bis fünf Spieler ringen um die Vormachtstellung auf dem alten Kontinent. Nach vielen verlustreichen Konflikten versuchen die mächtigen Familien nun durch eine clevere Heiratspolitik und geschickt gestrickte Intrigen ihre Ziele zu erreichen (Die auf der Rückseite der Spielbox angesprochene Heiratspolitik gibt es im Spiel übrigens nicht).

Zu Beginn des Spiels geht es vor allem darum, möglichst schnell eine der verfügbaren Positionen in den Städten zu besetzen, um an die einmal pro Stadt vorhandenen Stadtboni zu gelangen. Im weiteren Spielverlauf wird dann vor allem auf Intrigen und Mehrheiten gesetzt. Denn wie es heißt es doch so schön „Es kann nur Einen geben!“ und am Ende gewinnt hier nunmal der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

Royals wurde uns freundlicherweise von Abacus Spiele kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

Spielaufbau

Die Spielvorbereitungen für Royals gestalten sich recht einfach und gehen schnell von der Hand. Zu Beginn wählt jeder Spieler eine Farbe aus und erhält die dazugehörigen Holzwürfel. Bis auf die Titelwertungsmarker, die zusammengesetzt und links neben dem Spielfeld platziert werden, ist für jeden Marker auf dem Spielbrett angegeben wohin er gelegt werden muss. Abhängig von der Spieleranzahl wandern ggf. ein paar der Länderkarten wieder zurück in die Spielschachtel, während der Rest gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt wird. Die obersten drei Karten werden aufgedeckt und bilden die Auslage. Danach werden noch die Intrigenkarten gemischt und bereitgelegt und schon kann es, beginnend mit dem jüngsten Spieler, losgehen.

Intrigen im alten Europa

Royals kommt mit einer sehr kurzen Anleitung daher, insgesamt umfasst sie nur vier Seiten. Zieht man dann noch den Aufbau, eine Kurzübersicht und die üblichen Infos über den Autoren etc. ab, kommt man auf nur 2 1/4 Seiten reine Regeln. Trotzdem sind diese gut beschrieben und kommen mit Beispielen daher. Das liegt vor allem auch daran, dass sich Royals auf wenige Mechanismen beschränkt und das Spiel nicht unnötig verkompliziert.

Zu Beginn jedes Spielzugs müssen die Spieler immer zuerst Karten ziehen (entweder drei Länderkarten oder eine Länder- und eine Intrigenkarte) und können danach Karten ausspielen, um entweder eine freie Position zu besetzen oder eine bereits besetzte Position zu übernehmen. Je einflussreicher eine Position ist, desto mehr Länderkarten der jeweiligen Farbe müssen gespielt werden. Bei der Übernahme einer bereits besetzten Position muss zusätzlich noch eine Intrigenkarte der jeweiligen Nation gespielt werden.

Jedes Mal wenn ein Spieler eine Position besetzt oder übernimmt, legt er einen seiner Holzwürfel auf die Position und einen zweiten auf den dazugehörigen Titelwertungsmarker links neben dem Spielbrett. Hat zuvor noch niemand eine Position in dieser Stadt übernommen, so erhält der Spieler den sogenannten Stadtbonusmarker. Hat ein Spieler dann in jeder Stadt eines Landes eine Position inne, erhält er den höchsten verfügbaren Landbonusmarker.

Intrigenkarten

So entbrennt am Anfang des Spiels vor allem um die Stadtbonusmarker ein reger Kampf, da sie wirklich leichte Beute und damit einfach verdiente Punkte sind. Im weiteren Verlauf des Spiels setzen die Spieler dann jedoch verstärkt auf Intrigen und Mehrheiten (die meisten Würfel auf einem Titelwertungsmarker und der größte Einfluss in einem Land), um an die höheren Landbonus- und Epochenbonusmarker bzw. am Ende des Spiels an die Titelwertungsmarker zu gelangen. Hämisches Grinsen beim Wegschnappen der begehrten Boni natürlich inklusive.

Insgesamt wird das Spiel über drei Epochen gespielt und eine Epoche endet immer dann, wenn die Auslage nach dem Zug eines Spielers nicht mehr auf drei Karten aufgefüllt werden kann.

Epochenbonusmarker

Um die Planung der Spieler nicht ewig in die Länge ziehen zu lassen, gibt das Spiel ein Handkartenlimit von 12 Länder- und vier Intrigenkarten vor. Trotzdem ist eine gewisse Downtime natürlich immer noch vorhanden, die man jedoch für die eigene Planung nutzen kann und sollte. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass das Glück einem hold sein muss, denn welche Karten als nächstes in der Auslage liegen werden, bzw. welche Karten man verdeckt ziehen wird, das kann man nicht vorhersagen.

 

Peer meint:

Royals ist ein sehr einfaches, dabei aber auch sehr rundes Mehrheitenspiel, das zu begeistern weiß. Es erschlägt die Spieler nicht mit Regeln, sondern konzentriert sich auf ein paar wenige Mechanismen und setzt diese gekonnt um. Gerade für Wenigspieler und Familien ist Royals zu empfehlen. Auch ist es mit 60 Minuten Spielzeit weder zu kurz noch zu lang, sondern hat eine angenehme Spielzeit. Vielspielern wird Royals auf Dauer jedoch zu seicht sein, es aber mal auszuprobieren schadet nicht.

 

Auf einen Blick

SpieldesignPeter Hawes
IllustrationenJason Engle, Michael Menzel
Erschienen beiABACUSSPIELE, Arcane Wonders, Broadway Toys LTD
Erscheinungsjahr2014
Spieleranzahl25
Spieldauerca. 60 Minuten
Empfohlenes Alterab 10 Jahren
MechanismenGebietseroberung, Karten ziehen, Sets sammeln
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.

Weitere Bilder

Peer

Blogger, Lektor & Übersetzer. Leidenschaftlicher Spieler von Gesellschaftsspielen. Gründer von erklaerpeer.de.
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