Vorgestellt – Rumble in the Dungeon

Der Schatz des verstorbenen Königs ist gut bewacht, doch Abenteurer sind bekanntlich furchtlos. Jeder Spieler muss versuchen seine geheimen Charaktere so lange wie möglich im Dungeon zu behalten oder mit dem Schatz aus dem Dungeon zu entkommen.

Rumble in the Dungeon wurde uns freundlicherweiße vom Heidelberger Spielverlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

Überblick

Rumble in the Dungeon ist ein Bluff- und Ratespiel, bei dem es darum geht, seine beiden geheimen Charaktere möglichst lange im Dungeon zu behalten oder am besten gleich mit der Truhe aus selbigem zu fliehen.

Das Spiel kommt mit insgesamt 12 Pappaufstellern und ihren entsprechenden Personenmarkern daher, die man nicht wirklich alle als Abenteuerer bezeichnen kann, sondern die eher eine bunte Mischung verschiedenster Fantasywesen darstellen. Außerdem enthalten sind 12 Raumkarten, aus denen die Spieler zu Beginn den Dungeon zusammenbauen, 1 Punktetafel, 1 Holztruhe, 1 Regelwerk, sowie jeweils 6 Wertungs- und Spielfarbenmarker. Das Material ist wertig und fühlt sich gut an. Der Auf- und Abbau geht schnell von der Hand und alles passt ohne Probleme wieder zurück in die kleine Spielschachtel. Die Standfüße müssen dafür zum Glück nicht von den Charakteren entfernt werden.

Wir bauen uns einen Dungeon

Zu Beginn des Spiels muss erst einmal der Dungeon aufgebaut werden. Dazu legen die Spieler die beidseitig bedruckten Raumkarten in beliebiger Kombination aneinander, was beim ersten Mal schon ein wenig fummelig war, da wir erstmal schauen mussten wie man die Karten lückenlos miteinander verbindet. Ansonsten ist nur zu beachten, dass Eingang und Schatzkammer möglichst weit voneinander entfernt sind, damit es nicht zu einfach ist, mit dem Schatz zu entkommen. Keine Sorge, eure Gegner gönnen euch den Schatz sowieso nicht.

Anschließend werden die zwölf „Abenteurer“ wahlos im Dungeon verteilt – je ein Charakter pro Raum – und die Truhe auf die Schatzkammer gestellt. Jeder Spieler erhält anschließend zufällig und verdeckt zwei Personenmarker und den Wertungs- und Spielfarbenmarker (die übrigens beide gleich sind) einer Farbe.

Mein Schatz!

Während des eigenen Zuges darf ein Spieler entweder einen Charakter um einen Raum bewegen oder, wenn sich auf dem gleichen Feld ein anderer Charakter befindet, diesen töten. Bewegt sich ein Charakter vom Feld mit der Schatztruhe weg, kann er diese mitnehmen. Dabei ist es egal welchen Pappkameraden man verwendet, denn im Laufe des Spiels gilt es herauszufinden welcher Charakter welchem Spieler gehört und diese möglichst schnell auszuschalten, ohne dass die eigenen Charaktere selbst um die Ecke gebracht werden.

Die getöteten Charaktere werden, in der Reihenfolge in der sie getötet wurden, neben den Dungeon gestellt. Je länger ein Charakter im Dungeon überlebt, desto mehr Punkte gibt es für ihn. Ist am Ende nur noch ein Charakter übrig, egal ob die Truhe noch im Dungeon ist oder nicht, endet die Runde und jeder Spieler enthüllt seine Personenmarker.

Anschließend folgt die Punktewertung für die abgeschlossene Runde. Zwei Charaktere gehen dabei leer aus, denn nur für die 10 am längsten am Leben gebliebenen Charaktere gibt es Punkte. Hat es jemand geschafft die Truhe aus dem Dungeon zu schaffen, so erhält er 10 Punkte, egal wann er den Dungeon verlassen hat. Der Charakter der zuletzt getötet wurde erhält 9 Punkte, gefolgt von dem Charakter der davor getötet wurde. Dieser erhält 8 Punkte und so geht es dann weiter bis Charakter Nummer 10 1 Punkt erhält. Da nur 10 Punkte verteilt werden, gehen die beiden zuerst getöteten Charaktere leer aus. Hat es niemand mit der Truhe aus dem Dungeon geschafft, so erhält der Charakter, der sich zuletzt noch im Dungeon befindet die 10 Punkte und anschließend geht es dann wieder mit den getöteten Charakteren weiter.

Anschließend werden alle Charaktere wieder wahllos im Dungeon verteilt, die Truhe auf die Schatzkammer gestellt und je zwei Personenmarker werden wieder zufällig und verdeckt an jeden Spieler ausgeteilt. Nach insgesamt drei Runden ist das Spiel dann vorbei und es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

 

Peer meint:

Eine kompakte Spielschachtel, ein schneller Aufbau und ein einfaches, jedoch unterhaltsames Spielprinzip machen Rumble in the Dungeon zu einem gelungenen Starter, Füller oder Absacker. Bewegt oder tötet man die Pappkameraden am Anfang noch recht unbedarft, so entwickelt man im Laufe der Zeit und der Partien ein immer besseres Gespür dafür welcher Spieler welche Figuren sein eigen nennt und so werden die Züge auch mal mit 15 bis 30 Sekunden langen Denkpausen „in die Länge gezogen“. Im Gegenzug muss man natürlich darauf achten seine Strategie und seine Figuren möglichst lange zu verschleiern.

Die Truhe ist eine nette Erweiterung zum Vorgänger Rumble in the House – man kann beide Spiele übrigens kombinieren um mit bis zu 8 Spielern zu spielen – aber, dass sie aus dem Dungeon gebracht wird kommt sehr selten vor. Es ist auch nicht wichtig, denn die Leichtigkeit und der Spielspaß stehen eindeutig im Vordergrund. Braucht man dieses Spiel? Nicht unbedingt, aber es passt in der ein oder anderen Spielesammlung sicher in eine Lücke.

 

Auf einen Blick

SpieldesignJulie Saffre
IllustrationenKwanchai Moriya
Erschienen beiAsmodee, Cool Mini Or Not, Flatlined Games, Heidelberger Spieleverlag, IELLO
Erscheinungsjahr2012
Spieleranzahl36
Spieldauerca. 20 Minuten
Empfohlenes Alterab 8 Jahren
MechanismenModulares Spielbrett, Pick-up and Deliver, Bewegen zu Markierungen, Secret Unit Deployment
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.

Peer

Blogger, Lektor & Übersetzer. Leidenschaftlicher Spieler von Gesellschaftsspielen. Gründer von erklaerpeer.de.
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