Vorgestellt – Zugepackt, weggeschnappt!

Während in Habas Obstgarten-Spielen ein einzelner Rabe nach dem Obst trachtet, sind es hier gleich deren zwei, die sich um bunte Bälle, Fahrräder, Eimer und andere Dinge balgen. Oder so ähnlich. In Zugepackt, Weggeschnappt wetteifern die Spieler um die meisten zweifarbigen Tafeln, die erwürfelt werden.

Zugepackt, weggeschnappt! wurden uns freundlicherweise von Schmidt Spiele kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

Überblick

Die bunte Blechdose beherbergt 24 extradicke Papptafeln, 2 Farbwürfel aus Holz und ein mehrsprachiges Regelheft. Das klingt nach einer überschaubaren Menge an Material, einmal ausgebreitet kann das Ganze jedoch viel Platz einnehmen oder sehr unübersichtlich werden – und das soll auch so sein.

Die Tafeln zeigen je zwei Farben, die mit denen der Würfel korrespondieren. Reihum würfeln die Spieler beide Würfel, und alle versuchen gleichzeitig, die zum Würfelwurf passende Tafel zu finden und zu schnapppen. Wer eine von der Spielerzahl abhängige Anzahl Tafeln angesammelt hat, gewinnt.

Geschnappt!

Wer findet die Tafel mit den gewürfelten Farben? Oder ist sie vielleicht schon weg?

Mehr muss man dazu auch gar nicht schreiben. Das Konzept ist so simpel, dass es in weniger als 30 Sekunden erklärt ist. Je nach dem, ob größere oder kleinere Kinder an Bord sind, kann man die beidseitig bedruckten Tafeln auf eine bestimmte Seite drehen. Die eine zeigt lediglich die beiden Farben und ist damit für jüngeres Publikum gedacht. Die andere Seite zeigt verschiedene Objekte wie Orangen, Luftballons und Eimer in jeweils unterschiedlichen Farben, was zu erkennen etwas herausfordernder ist.

Da stets alle Spieler gleichzeitig auf der Suche nach der richtigen Tafel sind, gibt es keine Pausen außerhalb der eigenen Züge. Jeder muss immer genau aufpassen, was gewürfelt wurde. Um Streitigkeiten zu vermeiden, wer denn nun als erstes die Tafel erwischt haben will, sollte man stets mit der flachen Hand draufhauen, damit auch klar erkennbar ist, wer zuerst dran war.

In unserer Box waren ein paar Tafeln (bzw. Farbkombinationen) doppelt, sodass wir mehrmals in die Situation geraten sind, dass zwei Spieler fast zeitgleich zulangen konnten – wie damit umzugehen ist, ist den Regeln nicht zu entnehmen. Wir haben die Tafeln einfach beiden Schnappern gegönnt.

 

Papa und Kind meinen:

Im Vergleich mit Wer holt die Kuh vom Eis zieht dieses Spiel für mich den Kürzeren (und wird auch nicht ganz so oft hervorgeholt). Die Idee ist witzig, und die ersten Züge sorgen auch für hektisch umherzuckende Köpfe am Spieltisch oder auf dem Boden. Lauthals wird da ‚Geschnappt‘ gerufen, wenn Besitzansprüche auf eine der Tafeln angemeldet werden.

Mit der Zeit häufen sich jedoch die Nullrunden. Immer öfter werden Farbkombinationen geworfen, die nicht mehr in der Auslage zu finden sind. Dadurch wird das Spiel nach hinten raus zäh und verliert an Tempo. Die grüne Seite der Würfel ist ziemlich dunkel geraten und manchmal nur mit Mühe von blau zu unterscheiden. In reinen Kinderrunden hat das Spiel dennoch hörbaren Anklang gefunden – und für die ist es ja entworfen worden.

 

Auf einen Blick

SpieldesignIngeborg Ahrenkiel
Erschienen beiSchmidt Spiele
Erscheinungsjahr2015
Spieleranzahl24
Spieldauerca. 10 Minuten
Empfohlenes Alterab 3 Jahren
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.

Pierre

Brettspieler, zelotischer Miniaturenbemaler und Gelegenheitsübersetzer.
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